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Es wird ein...

Namensfindung für die fusionierte Gemeinde

Es wird ein... Es werden zwei: Petrus und Paulus. Beide Apostel werden Namenspatron für unsere neue fusionierte Gemeinde. In einer gemeinsamen Sitzung im März haben die Gemeindekirchenräte über einen passenden Namen für unsere Gemeinde beraten.

Es gab unterschiedliche Ausrichtungen und Ideen. Es wurde abgewogen, ob ein ortsbezogener, theologisch oder der Bibel entlehnter Name passend sein könnte. Es wurde debattiert, welcher Name am ehesten identitätsstiftend sein könnte.

Ganz klar war, dass es ein verbindendes Element sein soll und eine Bezeichnung, die auch beide "alten" Gemeinden in ihrem neuen Sein widerspiegelt.

Wie es der Zufall will, finden sich in beiden Gemeinden bauliche Elemente sowie biblische Zitate, die eine Verbindung beider unübersehbar macht.

In der Kirche in Gräbendorf ist über der Kanzel das wohl prägnanteste Pauluszitat angebracht: "Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden ist's eine Gotteskraft." (1 Kor 1,18). Wie kein anderes Pauluswort fasst es das Paradoxe der Kreuzigung zusammen: Christus ist gestorben, um zu leben. Für die, die es glauben ist es eine unerschöpfliche Kraftquelle, die sich spüren und fühlen, aber nicht erklären lässt. Für die, die es nicht glauben, ist es eine Torheit und ein Unverständnis, dass Christus als Gottessohn all dieses Leid er-tragen musste, um uns zu befreien.

Die Kirche in Bestensee ist wie die Kirche in Gräbendorf eine Felssteinkirche. Da sie jedoch außen nicht verputzt ist, sind hier die Felssteine gut sichtbar.
Während Jesus mit seinen Jüngern auf dem Weg nach Jerusalem war, fragte er seine Jünger: "Wer sagt denn ihr, dass ich sei? Da antwortete Simon Petrus und sprach: Du bist der Christus, des lebendigen Gottes Sohn! Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Selig bist du, Simon, du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen." (Mt 16,13ff)

Nach einem eindeutigen Bekenntnis zu Jesus als Christus hin, verleiht dieser Petrus (griechisch Fels) den Auftrag, die Gemeinschaft der Gläubigen zu gründen und zu bewahren.

Der Gemeindenamen Evangelische Kirchengemeinde Petrus und Paulus wird sich nun auf die zwei herausragendsten Apostel (Gesandte des Evangeliums) beziehen, die nach dem Tod Christi in missionarischem Charakter die Welt bereisten und das Evangelium von Jesus Christus verkündeten. Ein apostolischer Name besinnt sich also auf das Fundamt des Evangeliums und den Auftrag, dieses zu verbreiten.

Aus dem beschlossenen Namen wurde bereits ein erster Entwurf für ein neues Siegel erstellt.
Und dies ist nun etwas ganz Besonderes: der Entwurf entstammt der Feder unseres neuen Vikars David Frank.

Der nun beschlossene Name sowie der Entwurf des Siegels müssen, wie die gesamte Fusion, in den kommenden Monaten von kreiskirchlicher sowie zentraler Stelle in Berlin noch genehmigt werden. Wir hoffen, die entsprechende Genehmigung noch im Sommer zu erhalten, um alle weiteren Schritte und natürlich ein großes Fest zum Zusammenschluss dann planen und auch feiern zu können.